
Gebrauchtwagenmarkt im Südwesten: Jahresausklang mit zweistelligem Plus
Stuttgart. Der Gebrauchtwagenmarkt in Baden-Württemberg hat im Dezember mit zweistelligen Wachstumsraten das Autojahr 2011 abgeschlossen. 73.274 (Vorjahr: 65.418) Pkw-Besitzumschreibungen stünden in der Statistik, sagte der Präsident des baden-württembergischen Kraftfahrzeuggewerbes, Dr. Harry Brambach, zu den aktuellen Länderzahlen des Kraftfahrtbundesamtes. Damit betrage das Wachstum zwölf Prozent.
Im Gesamtjahr 2011 seien 910.122 (Vorjahr: 853.399) Verkäufe registriert worden. Brambach wörtlich: „Unsere Erwartungen wurden übertroffen.“ Damit wurde das beste Ergebnis seit fünf Jahren (2006: 906.052) erreicht. Das Wachstum von rund 60.000 Pkw-Besitzumschreibungen im Jahresvergleich spiegele sich im Plus von 6,6 (Bund: 5,9 Prozent) Prozent wieder.
Parallel zum Neuwagenmarkt zeige sich auch in der Struktur des Monatsergebnisses für gebrauchte Pkw eine starke Nachfrage nach Diesel-Pkw, so Brambach weiter. Hier liege das Plus bei 14,9 Prozent. Auch gebrauchte Pkw mit alternativen Antrieben seien stärker nachgefragt als vor einem Jahr. Hier gebe es ein Plus von 21,2 Prozent.
Der baden-württembergische Automobilhandel beklagt nach Darstellung Brambachs „trotz der statistischen Hoch-Zeiten eine erhebliche finanzielle Belastung“ durch den Anstieg der Standzeiten auf durchschnittlich 91 (Vormonat: 86) Tage. Dennoch habe sich jeder zweite Automobilhändler mit dem Gebrauchtwagengeschäft zufrieden gezeigt. Lediglich 15 Prozent hätten in aktuellen Umfragen eine Unzufriedenheit geäußert. Daher erwarte man auch einen guten Jahresstart im Gebrauchtwagenmarkt im ersten Quartal. Im Jahr 2012 könne nach Verbandsprognosen wieder ein Volumen von über 900.000 Verkäufen erreicht werden.
Der Verband des Kraftfahrzeuggewerbes Baden-Württemberg vertritt als größter handwerklich orientierter Arbeitgeber- und Wirtschaftsfachverband in Baden-Württemberg die Interessen von 26 Kraftfahrzeuginnungen mit rund 4.500 Mitgliedsbetrieben (Autohäuser, Kfz-Meisterbetriebe, Tankstellen), in denen 54.000 Mitarbeiter beschäftigt sind sowie zusätzlich rund 9.400 Lehrlinge ausgebildet werden.


















