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Akkus bei Frost unter Hochspannung

Über 700 000 Mal rückten die ADAC-Pannenhelfer im Jahr 2014 aus, um Fahrzeugen mit defekten Batterien wieder auf die Sprünge zu helfen.

Damit rangierten schlappe Stromspender auch diesmal wieder ganz oben auf der Pannenliste. Nicht ganz ohne Zutun der Autofahrer. Viele Liegenbleiber ließen sich vermeiden, wenn den Batterien mehr Aufmerksamkeit zuteilwerden würde.

Batterie prüfen

Das erledigt die Werkstatt: Mit speziellen Messgeräten werden Lade- und Säurezustand gecheckt und die Batterie gegebenenfalls gleich „vollgetankt“.

Ist sie schon vier Jahre und älter, oder wurde sie öfter tiefenentladen, steht ein Neukauf an. Vor der gefährlichen Tiefenentladung und einer Unter- oder Überspannung der Verbraucher schützen sogenannte Batterie-Wächter, die am Zigarettenanzünder angeschlossen werden.

Batterie warten

Sie sind wartungsfrei, winken die einen ab. Man sollte sie dennoch reinigen und schmieren, raten die Kfz-Profis.

Und richtig: Auch wenn das Gros der Stromspender nicht mehr mit destilliertem Wasser nachgefüllt werden muss, sollte die Batterie einmal im Jahr gepampert werden: Schmutz, Staub und Korrosionsspuren von Gehäuse, Polen und Klemmen entfernen, Pole mit Fett einschmieren. Kriechströme habe keine Chance, die Batterie leistet wieder volle Power.

Batterie laden

Der Anlasser rödelt, gurgelt, dreht durch. Höchste Zeit, die Batterie aufzuladen. Wenn nicht schon die Werkstatt Hand angelegt hat, lohnt der Kauf eines Ladegerätes.

Bestenfalls kann es prüfen, laden, wiederbeleben und die Ladung erhalten. Achtung: In Autos mit Start-Stopp-Automatik powern häufig Absorbent Glass Mat-Batterien (AGM). Hier funktionieren nicht alle Ladegeräte.

Batterie schonen

Was müssen Akkus im Winter nicht alles liefern: Strom für Sitzheizung, Gebläse, heizbare Scheiben, Radio. Dabei stehen bei minus zehn Grad sowieso nur maximal 65 Prozent der Leistung zur Verfügung. Autofahrer sind gut beraten, jetzt auf Sparflamme zu schalten und auf Kurzstrecken zusätzliche Verbraucher gar nicht erst laufen zu lassen.

Batterie kaufen

Die einfachste und sicherste Methode: Die Werkstatt kauft und baut ein. Autofahrer laufen nicht Gefahr, eine falsche Wahl getroffen zu haben. Wer den Einbau selbst in die Hand nimmt, sollte die Bedienungsanleitung des Herstellers lesen und beim Kauf vor allem auf den Batterietyp und die Ladeleistung achten.

Batterie Starthilfe geben

Vor der Hilfe kommt die Sicherheit: Die Batterien von Spender- und Pannenauto besitzen dieselbe Spannung und dürfen nicht beschädigt sein. Die Fahrzeuge haben keinen Kontakt, die Zündungen sind aus.

Beide Pluspole der Batterien nun mit dem roten Starthilfekabel verbinden. Das schwarze Kabel gehört jetzt an den Minuspol der Spenderbatterie, das Kabelende an den Motorblock des Pannenfahrzeugs.

Spenderauto starten, Zündung des Pannenautos betätigen und elektrischen Verbraucher einschalten, die Kabel in umgekehrter Reifenfolge entfernen.

Batterie entsorgen

Batterien enthalten Schwermetalle und andere Giftstoffe. Sie gehören somit keineswegs in den Hausmüll. Wer eine neue Batterie in der Werkstatt oder im Handel kauft, zahlt seit 2009 einen Pfand von 7,50 Euro oder gibt die alte Batterie dafür zurück.

Das Pfand bekommt der Besitzer wieder, wenn er den Energiespeicher später beim Händler entsorgen will. Als Beweis gilt der Kaufbeleg.

Auch Schrotthändler, Recyclinghöfe oder Schadstoffsammelstellen nehmen kaputte oder alte Batterien entgegen. So ist gesichert, dass die Akkus umweltgerecht entsorgt werden.

Letzte Änderung: 01.10.2015