Auto-Shops in Einkaufszentren bald auch in Deutschland?

[25.11.2016] Bonn. Der europäische Autohandel ist in Bewegung. Immer mehr Händler ergreifen die Initiative und wagen neue Vertriebsformate: Rockar-Shops in England, Car-Stores von Cartopia in Norwegen und bald auch in Spanien sind Beispiele dafür.

Eröffnen solche Autogeschäfte jetzt auch in deutschen Einkaufszentren? Der ZDK hat aktuell Markus Schrick von Hyundai Motor Deutschland dafür gewonnen, auf dem 5. Fabrikatshändlerkongress am 19. Januar 2017 in Berlin Stellung zu diesen progressiven Händlerinitiativen zu nehmen.

Wie stellt sich der Importeur den Vertrieb hierzulande künftig vor, und welche Rolle spielt der Autohändler in diesem Prozess?

Samstags im Einkaufszentrum zwischen Jeans, Handtaschen und Schuhen auch noch eben ein neues Auto verkaufen? Ein norwegischer Automobilhändler macht vor, wie es geht: Vigbjørn Hassel Vaage erzählt auf dem Kongress, wie das Konzept mit dem Slogan „the future car store“ funktioniert.

Der Gründer und Vorsitzende von Cartopia hat mitten im Einkaufszentrum Golskogen den Schritt in dieses neue Vermarktungsformat gewagt. Als Mischung aus Autohaus und Softwareunternehmen hat es nur noch wenig mit dem bekannten Autohandel gemein.

Das gesamte Geschäftsmodell ist aus Sicht des Kunden gestaltet: Der Kunde konfiguriert selbst, und zwar am i-Pad. Verkaufsberater heißen „Angel“, kein Mitarbeiter kommt aus der Automobilbranche. In Berlin präsentiert Vigbjørn Hassel Vaage hierzu Zahlen und Fakten.

Hyundai fährt diesen Kurs mit. Geschäftsführer Markus Schrick erläutert auf dem Kongress im Diskurs mit Moderator Jan Stecker, wohin aus seiner Sicht die Reise im deutschen Automobilvertrieb geht.

„Megastores, City-Shops und Pop-up-Stores werden den klassischen Automobilhandel nicht völlig ersetzen“, erläutert ZDK-Geschäftsführerin Antje Woltermann.

„Aber die Auseinandersetzung mit diesem Thema soll allen Kongressteilnehmern die Augen dafür öffnen, dass man Autos auch anders verkaufen kann als im Glaspalast auf der grünen Wiese.“

Als weitere Beispiele nennt sie die Rockar-Shops in London, ein völlig neues Showroomkonzept in einem Einkaufszentrum mit iPads und nur noch drei ausgestellten Fahrzeugen.

Weitere Informationen zum Kongress und Anmeldung auf der Website

Letzte Änderung: 25.11.2016Webcode: 0109567