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Sicher unterwegs bei Eis und Schnee

Damit die Fahrt in den Winter nicht zur Schleuderpartie wird, ist jetzt vorausschauendes und der Witterung angepasstes Fahren das A und O. Foto: ©Petair/fotolia

Bonn. Im Winter sind Autofahrer besonders gefordert: Glatte Straßen, vereiste Scheiben, Dunkelheit und schlechte Sicht: Wer in den Wintermonaten ins Auto steigt, sollte einiges beachten, um sicher ans Ziel zu kommen.

Mehr Zeit für die Fahrt einplanen

Für eine Fahrt bei Eis und Schnee sollten Autofahrer mehr Zeit einplanen. Denn schon vor dem Start muss das Auto komplett von Eis und Schnee befreit werden. Nur wer gute Sicht hat, ist auch sicher unterwegs. Deshalb auch nach dem Starten des Motors sofort losfahren, die Defrost-Funktion der Lüftung einschalten und alle Luft auf die Frontscheibe lenken.

Verändertes Fahrverhalten

Auf winterlichen Fahrbahnen reagieren Fahrzeuge anders. Daher sanft und untertourig im hohen Gang fahren. Die Reifen bauen so besseren Grip auf. Plötzliches Beschleunigen und Bremsen sollte vermieden werden. Dabei stets den Straßenzustand im Blick haben. Ist die Straße nur nass oder verbirgt sich unter der Feuchtigkeit schon tückisches Glatteis?

Bei der Fahrt auf Schnee sorgen Winterreifen für eine sichere Fahrt, auch wenn das Fahren auf verschneiten Straßen für viele zumindest anfangs ungewohnt ist.  Wer sich unsicher fühlt, sollte beim ersten Wintereinbruch auf einem leeren Parkplatz ein paar Übungsrunden drehen. Bremsen, anfahren, Kurven drehen – so lernt man wieder, wie sich das Fahrzeug verhält.

Geschwindigkeit und Bremsen

Gerade im Winter sind Gelassenheit und Ruhe beim Autofahren angesagt: Geschwindigkeit anpassen, hastige Lenkbewegungen vermeiden und genügend Abstand zum Vordermann halten. Denn der Bremsweg kann bis zu fünf Mal so lang wie auf trockenem, sommerlichem Asphalt sein. Das gilt auch für Allradfahrzeuge. Denn vier angetriebene Räder helfen zwar beim Anfahren und am Berg, verhalten sich beim Bremsen aber wie jedes andere Auto auch.

Experten raten: Gelegentlich eine kurze Bremsprobe auf freier Strecke machen, wenn keine Gefahr besteht. Dadurch bekommt man ein Gefühl für die Straßensituation und den Bremsweg auf glatter Fahrbahn.

Vorsicht beim Spurwechsel

Auf verschneiten Straßen zu überholen ist ein besonderes Risiko. Meist liegt auf der Fahrbahnmitte mehr Schnee als auf den Fahrspuren. Da der Schnee die Räder ungleichmäßig abbremst, droht das Auto ins Schleudern zu geraten. Im Zweifel lieber hinter dem langsamen Fahrzeug bleiben.

Nicht in Winterjacke und Stiefeln ans Steuer

Im Winter ist der feinfühlige Umgang mit Brems- und Gaspedal besonders wichtig. In groben Winterstiefeln gelingt das kaum. Deshalb in normalen Schuhen Autofahren und die Winterstiefel erst später anziehen.

Auch dicke Winterjacken und gefütterte Handschuhe sind ungeeignet beim Lenken des Fahrzeugs. Die Winterjacken schränken die Beweglichkeit am Steuer ein und verringern die schützende Wirkung des Sicherheitsgurtes. In klobigen Handschuhen kann man das Lenkrad nicht gut festhalten.

Und für denjenigen, der weder morgens das Auto abkratzen will noch in ein kaltes Auto in dicken Bekleidung steigen möchte, haben die Experten in den Kfz-Werkstätten eine perfekte Lösung parat: Eine Standheizung sorgt für einen wohlig warmem Innenraum bei der winterlichen Autofahrt.

Letzte Änderung: 06.12.2019Webcode: 0127407