Pkw-Besitzumschreibungen gehen deutlich zurück, Diesel verliert im September 15,2 Prozent

Stuttgart. Der baden-württembergische Gebrauchtwagenmarkt musste im September deutliche Rückgänge verzeichnen. Ein kräftiges Minus von 8,6 Prozent auf 78.866 (Vorjahr: 86.274) Pkw-Besitzumschreibungen seien „ein schwacher Trend für das letzte Quartal“. Die Bandbreite der Rückgänge im September reiche von 5,7 Prozent beim Benziner bis 15,2 Prozent beim Diesel, so der Präsident des baden-württembergischen Kraftfahrzeuggewerbes Dr. Harry Brambach mit Hinweis auf die aktuellen Länderstatistiken des Kraftfahrtbundesamtes (KBA). Die Dieselquote sei auf 30,6 (Vorjahr: 33) Prozent gesunken. Dies seien 24.127 (Vorjahr: 28.436) Diesel-Besitzumschreibungen. Für gebrauchte Benziner weise die Bilanz 53.554 (Vorjahr: 56.813) Verkäufe aus. Im Segment der alternativen Antriebe gebe es lediglich leichte Impulse. 119 (Vorjahr:74)     Elektro-, 411 (Vorjahr: 299) Hybrid- und 647 (Vorjahr: 652) gasbetriebene Pkw hätten den Besitzer gewechselt. 

Die Zwischenbilanz im Gebrauchtwagenmarkt zeige mit einem Rückgang vom 1,7 Prozent auf 744.185 (Vorjahreszeitraum: 757.108) Pkw-Besitzumschreibungen von Januar bis September leichte Einbußen. Hier liege die Diesel-Quote aktuell bei 32,8 Prozent nach 34,3 Prozent im Vorjahr.

Umwelthilfe soll Klage zurückziehen und alle Hersteller sollen kostenlos nachrüsten

Stuttgart. Das baden-württembergische Kraftfahrzeuggewerbe fordert die Deutsche Umwelthilfe auf, sofort die Klage vor dem Stuttgarter Verwaltungshilfe zurückzuziehen: „Es ist unerträglich, wie sich hier ein 250-Personen-Verein zu Lasten von Millionen Menschen und vielen mittelständischen Kfz- und sonstigen Unternehmen aufspielt“, erklärt Carsten Beuß, Hauptgeschäftsführer des baden-württembergischen Kraftfahrzeuggewerbes. Verantwortlich dafür, dass inzwischen hohe Schäden durch Wertverluste für die gutgläubigen Käuferinnen und Käufer von Dieselfahrzeugen, aber auch für die Kfz-Handelsbetriebe  entstanden seien, seien aber auch die Automobilhersteller. „Daimler hat mit der Ankündigung seiner Initiative, drei Millionen Pkw in den Werkstätten auf einen abgasärmeren Stand zu bringen, gerade noch die Kurve bekommen. Wir fordern alle anderen Hersteller auf, es dem Stuttgarter Konzern gleich zu tun.“ Wenn der Gutachter des Landes vor Gericht erkläre, dass die Nachrüstung von 50 Prozent der Euro-5-Diesel-Pkw in der Region Stuttgart genüge, um in Stuttgart neun Prozent der Stickoxide zu vermeiden und damit dauerhaft unter die Grenzwerte zu kommen, „dann ist daran schon zu sehen, wie leichtfertig der Umgang mit diesem Thema war. So wurden den Radikalforderungen nach Fahrverboten, die anfangs auch von der Landesregierung propagiert wurden, Tür und Tor geöffnet.“ Sollte die Umwelthilfe keine Vernunft annehmen und an ihrem Radikalkurs „ohne Rücksicht auf Verluste“ festhalten, dann „hoffen wir, dass das Veraltungsgericht in seinem Urteil ein Zeichen der Vernunft setzt.“

Autokäufe im Plus, Diesel im Februar im Minus

Stuttgart. Der baden-württembergische Pkw-Markt hat gegen den Bundestrend deutlich zugelegt. „Im Februar stand ein Plus von 3,9 Prozent im Land einem Minus von 2,6 Prozent im Bund gegenüber“, so der Hauptgeschäftsführer des baden-württembergischen Kraftfahrzeuggewerbes Carsten Beuß. Besonders erfreulich seien die sprunghaften Steigerungen beim Absatz von Elektro- und Hybrid-Pkw auf 282 (Vorjahr: 127) bzw. 756 (Vorjahr: 475) Neuzulassungen. Insgesamt habe es im Februar im Südwesten laut der aktuellen Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) 34.658 (Vorjahr: 33.372) Neuwagen-Verkäufe gegeben. 

„Die geplanten Fahrverbote haben die Neuzulassungen weiter deutlich beeinflusst. Der Rückgang von 2,8 Prozent beim Verkauf von neuen Diesel-Pkw ist ganz klar darauf zurückzuführen“, so Beuß. Ob dies in gleichem Maße für die Steigerungen im Segment der alternativen Antriebe zutreffe, sei unklar. Beuß: „Vielleicht zeigt die E-Prämie ja trotz ihrer fraglichen Ausrichtung auf Endverbraucher doch noch eine Wirkung. Unserer Ansicht nach wären wir mit einer Sonderabschreibung für gewerblich genutzte E-Fahrzeuge heute schon weiter.“ 

Im Februar habe der Absatz von Benzinern mit plus 7,3 Prozent auf 18.575 (Vorjahr: 17.314) Verkäufe ein gutes Ergebnis erzielt. „Entsprechend schmerzlich ist der Rückgang der Diesel-Verkäufe auf 14.965 (Vorjahr: 15.391) – besonders wenn man bedenkt, dass es sich ausschließlich um Euro 6-Fahrzeuge handelt, die von Fahrverboten gar nicht betroffen sein werden.“ Die Branche schaue jetzt mit Spannung auf den „traditionell stärksten Automonat März“.

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