Mehr Fahrverbote im Land verhängt

[30.10.2017] Stuttgart. Nach einer aktuellen Auswertung des Kraftfahrtbundesamtes (KBA) wurden 2016 in Baden-Württemberg deutlich mehr Fahrverbote verhängt als 2015. Der Präsident des baden-württembergischen Kfz-Gewerbes Dr. Harry Brambach hat die neue Statistik zu „Maßnahmen zu allgemeinen Fahrerlaubnissen“, wie es im Amtsdeutsch heißt, zu einem eindringlichen Appell für die angepasste Geschwindigkeit auf allen Straßen genutzt. „Überhöhte Geschwindigkeit ist eine der Hauptursachen für Verkehrsunfälle. Durch Einhalten der Tempolimits können Leben gerettet werden. Hier ist jeder Autofahrer in der Pflicht – anderen und sich selbst gegenüber,“ so Brambach. 

2016 seien in 59.040 (2015: 49.418) Fällen Fahrverbote ausgesprochen worden. Dies sei eine Steigerung von 19,7 Prozent. Die Gesamtzahl der führerscheinbezogenen Maßnahmen von Gerichten und Bußgeldbehörden sei in Baden-Württemberg um 14,2 Prozent auf 84.225 gestiegen. Die Hauptursache für diese Maßnahmen liege bei überhöhter Geschwindigkeit. Betroffen seien laut KBA in 84 Prozent aller Fälle Männer. Im Südwesten wurde im vergangenen Jahr 12.670 (2015: 12.860) Fahrern der Führerschein entzogen. Fahrten unter Alkohol- und Drogeneinfluss seien der häufigste Grund für den Führerscheinverlust. 

Brambach verwies in diesem Zusammenhang darauf, dass sich das Kraftfahrzeuggewerbe aktuell mit dem Licht-Test für einen sicheren Individualverkehr engagiere. Dies sei nur eine von mehreren Verkehrssicherheitsaktionen der Kfz-Innungen im Land.

Letzte Änderung: 30.10.2017Webcode: 0116697