Neuwagenmarkt: Weniger Diesel-Verkäufe

[24.11.2016] STUTTGART. Nach dem zweistelligen Wachstum im September hat der baden-württembergische Pkw-Markt im Oktober eine Verschnaufpause eingelegt. Mit 37.113 (Vorjahr: 37.199) Pkw-Neuzulassungen sei der Neuwagenabsatz zwar insgesamt stabil gewesen, allerdings habe die Nachfrage nach Diesel-Pkw mit 16.200 (Vorjahr: 17.596) Verkäufen und einem Minus von 7,9 Prozent überraschend stark nachgelassen. Der Präsident des baden-württembergischen Kraftfahrzeuggewerbes Dr. Harry Brambach sagte zu den aktuellen Länderzahlen des Kraftfahrtbundesamtes (KBA), die Diskussion um den Selbstzünder habe sich augenscheinlich wieder verstärkt auf die Verkaufszahlen niedergeschlagen.

Besser sehe es bei den Benzinern aus. 19.908 (Vorjahr: 19.052) Verkäufe stünden in der Monatsbilanz. Im Vergleich zur bundesweiten Nachfrage, die um 5,6 Prozent rückläufig gewesen sei, habe sich der Markt im Südwesten damit zwar insgesamt als robust erweisen. Dennoch könne von einem „Goldenen Oktober“ keine Rede sein.

Erfreulich sei die starke Nachfrage nach Hybrid-Pkw. Die Zulassungen seien von 381 im Vorjahr auf 783 angestiegen. 177 (Vorjahr: 117) Elektro- und 44 (Vorjahr: 51) gasbetriebene Pkw komplettierten das Segment der alternativen Antriebe.

In der Jahresbilanz bis Ende Oktober bleibe der Pkw-Markt mit 384.627 (Vorjahr: 361.988) Verkäufen und einem Plus von rund 22.000 Fahrzeugen auf einem guten Kurs. Brambach: „Unsere Prognose von 460.000 Pkw-Neuzulassungen in diesem Autojahr wird möglicherweise nicht ganz erreicht.“

Letzte Änderung: 24.11.2016Webcode: 0109551