Neuwagenzulassungen: Diesel im Sturzflug, Benziner und Alternative im Plus

[27.10.2017] Stuttgart. Diesel im Sturzflug, Benziner und Alternative im Plus. Dieses Bild vermittelte der baden-württembergische Pkw-Markt im September. Vor dem Hintergrund der anhaltenden Verunsicherung der Verbraucher durch die Diesel-Diskussion sei der Einbruch des Diesel-Pkw-Absatzes um 18,7 Prozent kein Wunder, sagte der Präsident des baden-württembergischen Kraftfahrzeuggewerbes Dr. Harry Brambach zu den aktuellen Länderzahlen des Kraftfahrtbundesamtes (KBA).

Insgesamt habe der Neuwagenabsatz mit 3,7 Prozent leichte Verluste hinnehmen müssen, 39.365 (Vorjahr: 40.881) Pkw-Neuzulassungen stünden in der Bilanz. 23.177 (Vorjahr: 21.909) neue Benziner und 14.573 (Vorjahr: 17.917) neue Diesel reflektierten die Marktlage. Die Unsicherheit über die Zukunft des Dieselmotors führe zu einem Abwandern der Autokäufer hin zum Benziner, der im Vergleich zum Vorjahresmonat ein Absatzplus von 5,8 Prozent verzeichnen konnte. Brambach rief dazu auf, die Diesel-Diskussion mit größtmöglicher Sachlichkeit zu führen, denn ohne den Selbstzünder sei das Erreichen der EU-Klimaziele für das Jahr 2020 nicht möglich. 

Erfreulich in der September-Bilanz sei das gestiegene Kaufinteresse für Pkw mit alternativen Antrieben. So weise die Monatsstatistik für den September im Südwesten 369 (Vorjahr: 299) Elektro- und 1.184 (Vorjahr: 719) Hybrid-Pkw aus. Hinzu kämen 62 (Vorjahr: 35) gasbetriebene Neuwagen. 

Kumulativ bleibe der Pkw-Markt Baden-Württemberg von Januar bis September mit 3,5 Prozent im Plus. Dies seien insgesamt 359.509 (Vorjahr: 347.514) Pkw-Neuzulassungen, davon 203.933 (Vorjahr: 183.308) Benziner und 143.252 (Vorjahr: 157.550) Diesel.

Letzte Änderung: 27.10.2017Webcode: 0116690