Umwelthilfe soll Klage zurückziehen und alle Hersteller sollen kostenlos nachrüsten

[31.07.2017] Stuttgart. Das baden-württembergische Kraftfahrzeuggewerbe fordert die Deutsche Umwelthilfe auf, sofort die Klage vor dem Stuttgarter Verwaltungshilfe zurückzuziehen: „Es ist unerträglich, wie sich hier ein 250-Personen-Verein zu Lasten von Millionen Menschen und vielen mittelständischen Kfz- und sonstigen Unternehmen aufspielt“, erklärt Carsten Beuß, Hauptgeschäftsführer des baden-württembergischen Kraftfahrzeuggewerbes. Verantwortlich dafür, dass inzwischen hohe Schäden durch Wertverluste für die gutgläubigen Käuferinnen und Käufer von Dieselfahrzeugen, aber auch für die Kfz-Handelsbetriebe  entstanden seien, seien aber auch die Automobilhersteller. „Daimler hat mit der Ankündigung seiner Initiative, drei Millionen Pkw in den Werkstätten auf einen abgasärmeren Stand zu bringen, gerade noch die Kurve bekommen. Wir fordern alle anderen Hersteller auf, es dem Stuttgarter Konzern gleich zu tun.“ Wenn der Gutachter des Landes vor Gericht erkläre, dass die Nachrüstung von 50 Prozent der Euro-5-Diesel-Pkw in der Region Stuttgart genüge, um in Stuttgart neun Prozent der Stickoxide zu vermeiden und damit dauerhaft unter die Grenzwerte zu kommen, „dann ist daran schon zu sehen, wie leichtfertig der Umgang mit diesem Thema war. So wurden den Radikalforderungen nach Fahrverboten, die anfangs auch von der Landesregierung propagiert wurden, Tür und Tor geöffnet.“ Sollte die Umwelthilfe keine Vernunft annehmen und an ihrem Radikalkurs „ohne Rücksicht auf Verluste“ festhalten, dann „hoffen wir, dass das Veraltungsgericht in seinem Urteil ein Zeichen der Vernunft setzt.“

Letzte Änderung: 31.07.2017Webcode: 0115140