Batterie, Brennstoffzelle, Verbrenner – Kfz-Mechatronikerberuf wandelt sich ständig

[01.04.2022] Stuttgart. Rund 6.900 Kfz-Mechatronikerinnen und -mechatroniker sind derzeit bei den Betrieben des Verbandes des Kraftfahrzeuggewerbes Baden-Württemberg in Ausbildung, rund 2.200 gehen jährlich in die Abschlussprüfungen. Ein hohes Niveau dieser künftigen Fachkräfte zu gewährleisten, ist derzeit das Thema für den Verband: „Die Anforderungen steigen und wir müssen in der Ausbildung die komplette Breite abdecken“, bringt Michael Ziegler, der Präsident des Verbandes des Kraftfahrzeuggewerbes Baden-Württemberg, die Anforderungen auf den Punkt: „E-Fahrzeuge, Brennstoffzellenfahrzeuge und Verbrenner markieren das Feld der notwendigen Kenntnisse für den Fahrzeugservice der Zukunft. In der Delegiertenversammlung fiel der Startschuss fürs weitere Nachdenken, wie eine Neugestaltung des Berufsbildes aussehen könnte. Bis September sollen sich die Kfz-Innungen in Baden-Württemberg zu dieser Frage Gedanken machen. Das Echo auf den derzeit bereits laufenden Prozess war in der Versammlung gespalten: Eine Lösung wird vor allem dafür gesucht, die hohen Anforderungen an die Auszubildenden unter einen Hut zu bringen. „Schrauber und Elektroniker werden gebraucht“, hieß die Definition der Anforderungen. Ob das zwei Berufsbilder sind oder ob das wie bisher unter einen Hut zu bringen ist, war die Kernfrage. Auslöser der Diskussion sind die Ergebnisse der Gesellenprüfungen, deren Durchnittswerte besser sein könnten, weil sie zu nahe an 4,0 liegen. Frühestens zum 1. Januar 2025 wäre eine Überarbeitung des Berufsbildes und eine Änderung der Ausbildungsverordnung möglich. Michael Ziegler verwies in der Diskussion auch darauf, dass der erfolgreiche Abschluss einer Ausbildung auch davon abhänge, welche Bildung die sich Bewerbenden aus den Schulen mitbringen: „Die bei uns durch die technische Entwicklung ständig wachsenden Anforderungen sind auch eine Herausforderung für die Schulen.“

Letzte Änderung: 01.04.2022Webcode: 0136193