Dieselverkäufe brechen um 20 Prozent ein

[16.05.2017] Stuttgart. Der Verkauf von neuen Dieselfahrzeugen ist im April in Baden-Württemberg mit einem Rückgang von 20,7 Prozent geradezu eingebrochen. Benziner legten lediglich leicht um 1,4 Prozent zu. Insgesamt war die April-Bilanz beim Neuwagenabsatz mit minus 8,8 Prozent tiefrot. Es wurden 39.061 (Vorjahresmonat: 42.385) Pkw neu zugelassen. Der Präsident des baden-württembergischen Kraftfahrzeuggewerbes Dr. Harry Brambach sagte zu den aktuellen Länderzahlen des Kraftfahrtbundesamtes (KBA), die Diskussion um Fahrverbote hätte „bereits jetzt tiefe Spuren hinterlassen“. 

In der Monatsbilanz stünden 22.342 (Vorjahr: 22.029) Benziner und 15.553 (Vorjahr: 19.612) Diesel. Ein Lichtblick seien die Verkaufszahlen von Pkw mit alternativen Antrieben, die insgesamt um 56,7 Prozent auf 1.166 (Vorjahr: 744) zulegten. Dieses Wachstum könne aber das Minus bei den konventionellen Antrieben nicht ausgleichen. Im Segment der Alternativen waren den Angaben Brambachs zufolge 184 (Vorjahr: 137) Elektro- und 935 (Vorjahr: 522) Hybrid-Pkw-Verkäufe zu verzeichnen. Hinzu kämen 47 (Vorjahr: 85) gasbetriebene neue Pkw. 

Im ersten Jahresdrittel bilanziere der Pkw-Markt im Südwesten ein überdurchschnittliches Plus von 5,2 Prozent. Dies entspreche 156.357 (Vorjahr: 148.608) Pkw-Neuzulassungen. Allerdings stecke auch im kumulativen Ergebnis der Diesel mit minus 5,8 Prozent in den roten Zahlen. 65.032 (Vorjahr: 69.012) Diesel seien erstmals zugelassen worden. In den ersten vier Monaten des Autojahres 2017 habe es zudem 1.174 (Vorjahr: 551) Verkäufe von Elektro- und 3.499 (Vorjahr: 1.964) Verkäufe von Hybrid-Pkw gegeben.

Letzte Änderung: 16.05.2017Webcode: 0114015