E-Prämie im Südwesten weiter auf niedrigem Niveau – Studie zeigt Kunden technologieoffen

[25.03.2021] Stuttgart. Die Nachfrage nach der bis 9.000 Euro hohen Innovationsprämie ist auch im Februar auf niedrigem Niveau geblieben. Coronabedingt registrierte das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) für Baden-Württemberg 6.098 (Vormonat: 6.391) Umweltboni. Noch im Dezember waren es über 10.000. Mit dem erneuten Absinken der beantragten Prämien fährt die Förderung mit angezogener Handbremse ins Frühjahr. Michael Ziegler, Präsident des Verbands des Kraftfahrzeuggewerbes Baden-Württemberg, sagte dazu: „Mit Schutzkonzepten geöffnete Autohäuser könnten für eine Belebung sorgen und einen Hinweis geben, ob sich durch die Prämien in den vergangenen Monaten bereits Marktsättigungssymptome zeigen oder ob die Corona-Bremse schuld an der derzeitigen Flaute hat. Dass insbesondere reine E-Autos nicht für jeden Kunden taugen, hat im März unsere mit puls Marktforschung durchgeführte Studie ‚Die Deutschen und das Auto‘ gezeigt. Kunden sind technologieoffen und glauben mehrheitlich nicht an DEN einen Antrieb, sondern an für sie selbst PASSENDE Antriebe. Danach haben je nach Fahrprofil und Mobilitätsbedürfnissen nach Meinung der Autofahrerinnen und Autofahrer moderne Diesel in einem intelligenten Technologiemix ebenso eine Zukunft wie Elektroautos.“


Dass trotz höherer Förderung E-Autos bei der Innovationsprämie nicht auf den Spitzenplatz abonniert sein müssen, zeige die Momentaufnahme für den Februar, so Michael Ziegler. Die Bilanz weise 3.066 (Vormonat: 3.047) Prämien für Plug-in-Hybride (PHEV) und 3.032 (Vormonat: 3.344) Boni für reine batteriebetriebene Neuwagen (BEV) aus. Insgesamt seien in den fast fünf Jahren seit Start der finanziellen Förderung 81.629 Prämien in den Südwesten geflossen. 16,4 Prozent der geförderten Fahrzeuge wurden damit in Baden-Württemberg zugelassen.

Künftig leichtere Handhabung von E-Ladevorgängen

In diesem Zusammenhang teilte Ziegler mit, dass seit 20. März 2021 neue Kennzeichnungen an E-Autos, Ladesäulen und -kabeln das Stromtanken erleichtern sollen. Es gebe nun als Hilfestellung ein EU-weit geltendes horizontales Sechseck, in dessen Mitte sich ein Buchstabe befinde. Passten die Symbole von Stecker und Steckdose beziehungsweise von Auto und Ladesäule zusammen, könne zweifelsfrei Strom getankt werden. An der Fahrzeugseite sei das Kennzeichen in Schwarz gehalten, an der Infrastruktur-Seite in Weiß. Insgesamt gebe es zehn unterschiedliche Kennbuchstaben, jeweils fünf für das AC- und fünf für das schnellere DC-Laden. Die gängigsten Varianten dürften „C2 für den Typ-2-Stecker sowie „K“ (bis 500 V) und „L“ (bis 920 V) für den CCS-Schnellladestecker sein.

Letzte Änderung: 25.03.2021Webcode: 0133688