E-Prämie in der Verlängerung: Kfz-Betriebe sind auf Elektrofahrzeuge vorbereitet

[18.07.2019] Stuttgart. Das für den 30. Juni 2019 ursprünglich geplante Ende der finanziellen Förderung von Elektro-und Hybrid-Fahrzeugen geht in die politisch gewollte einjährige Verlängerung. Die Bilanz für den Umweltbonus fällt indes mager aus, obgleich Baden-Württemberg einen überdurchschnittlichen Anteil von immerhin 16,9 Prozent bei der Inanspruchnahme der Förderung erreichte.

Michael Ziegler, Präsident des Verbands des Kraftfahrzeuggewerbes Baden-Württemberg, sagte, 21.148 Förderungen für den Südwesten in drei Jahren seien "deutlich weniger als unsere Erwartung". Einmal mehr zeige sich, dass die Förderung durch Staat und Hersteller im Umfang von 1,2 Milliarden Euro unter anderem durch eine verbesserungswürdige Ladeinfrastruktur nur ein geringes Interesse gefunden habe. Ziegler: "Nun läuft die Förderung bis Ende 2020 weiter. Das Kfz-Gewerbe bleibt aktuell jedoch noch skeptisch, ob die Verlängerung signifikante Veränderungen nach oben mit sich bringt. Gleichwohl sind unsere Betriebe mit Personal, das auch für die Wartung und Reparatur reiner E-Autos geschult ist, auf den Umgang mit der Technologie vorbereitet."

Der Zwischenbilanz des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) zufolge seien für Baden-Württemberg 13.958 Fördergelder für reine batteriebetriebene und 7.185 finanzielle Unterstützungen für Hybrid-Fahrzeuge abgerufen worden. Hinzu kämen zehn wasserstoffbetriebene Fahrzeuge. Dies ergebe eine gesamte Fördersumme "aus dem großen Umweltbonus-Topf" für den Südwesten von etwa 77,4 Millionen Euro.

"Sound"-Förderung möglich

Zwischenzeitlich gibt es im Zug der Förderung von Elektroautos auch einen Zuschuss, um die gegenüber Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor insbesondere bei niedrigeren Geschwindigkeiten leiseren Stromer mit einem akustischen Warnsignal auszustatten. "Seit 1. Juli 2019 ist eine neue Richtlinie zur "Förderung des Absatzes von elektrisch betriebenen Fahrzeugen (Umweltbonus)" in Kraft", so Michael Ziegler. "Im Zusammenhang mit dieser ist jetzt ein akustisches Warnsystem (AVAS) pauschal mit 100 Euro förderfähig. Den fachgerechten Einbau erledigen die Betriebe des Kfz-Gewerbes."

Letzte Änderung: 18.07.2019Webcode: 0125364