Gebrauchtwagenmarkt schwächelt im Dezember

[30.01.2018] Stuttgart.Mit dem schwächsten Monat im Jahresverlauf hat der baden-württembergische Gebrauchtwagenmarkt das Jahr 2017 beendet. Minus 7,5 Prozent auf 72.609 (Vorjahr: 78.494) Pkw-Besitzumschreibungen im Südwesten seien "eine enttäuschende Bilanz", so der Präsident des baden-württembergischen Kraftfahrzeuggewerbes Dr. Harry Brambach. Er kommentierte den Jahresabschluss mit den Worten: "Verunsicherung und Kaufzurückhaltung durch die Diesel-Diskussion haben das Gebrauchtwagengeschäft ebenso nachhaltig gestört wie die Eintauschprämien der Hersteller."

Im Dezember seien rund 5.900 weniger gebrauchte Pkw als im Vorjahr verkauft worden. 46.071 (Vorjahr: 50.168) Benziner und 25.476 (Vorjahr: 27.294) Diesel hätten nach den aktuellen KBA-Länderzahlen den Besitzer gewechselt. Hinzu kämen 1.054 (Vorjahr: 1.031) Fahrzeuge mit einem alternativem Antrieb, darunter 110 (Vorjahr: 78) Elektro- und 324 (Vorjahr: 297) Hybrid-Pkw. Das Monatsergebnis werde von 620 (Vorjahr: 656) Gas-Pkw komplettiert.

Brambach sagte zur Lage des Gebrauchtwagenmarkts im Südwesten, die Preise seien in der zweiten Jahreshälfte spürbar unter Druck geraten, ebenso zeige die Diesel-Debatte deutlich negative Spuren in den Verkaufszahlen. Die Branche brauche dringend Klarheit in Bezug auf drohende Fahrverbote und eine mögliche Hardware-Nachrüstung, um eine Hängepartie zu vermeiden.

Die Schwäche des Marktes spiegle sich auch in der Jahresbilanz wieder. 985.813 (Vorjahr: 1.001.703) Pkw-Besitzumschreibungen entsprächen einem Rückgang um 1,6 Prozent. Während Benziner annähernd auf dem Vorjahresniveau von 646.901 (Vorjahr: 649.279) Umschreibungen geblieben seien, hätte der Absatz von Diesel-Fahrzeugen mit minus 4,5 Prozent deutliche Verluste hinnehmen müssen.

Letzte Änderung: 30.01.2018Webcode: 0117877