Im Endspurt der Förderung: Interesse an Elektro-Prämie im Südwesten etwas höher

[21.03.2019] Stuttgart. Im Endspurt der Elektro-Prämie scheint das Interesse daran höher zu sein als noch vor dem Jahreswechsel. Nur noch wenig Zeit ist es noch bis zum Finale der Förderung im Juni und die Bilanz des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) weist für Baden-Württemberg insgesamt 17.469 Prämien aus. "Nachdem von Dezember auf Januar 1006 Anträge eingingen, fiel die Zahl für Februar zwar auf 898 Prämien", sagte Michael Ziegler, Präsident des Verbands des Kraftfahrzeuggewerbes Baden-Württemberg, "doch die Zahl ist immer noch höher als in den Monaten vor dem Jahreswechsel." Die Fördersumme für den Südwesten liege jetzt bei 63,7 Millionen Euro aus dem ursprünglich mit 1,2 Milliarden Euro gefüllten Fördertopf.

Im Februar seien für Baden-Württemberg 721 Fördergelder für reine batteriebetriebene Fahrzeuge, 176 für Hybrid-Fahrzeuge sowie für einen wasserstoffbetriebenen Neuwagen beantragt worden. Auffällig sei der höhere prozentuale Anstieg der Stromer mit 6,8 Prozent gegenüber den Hybriden mit 2,9 Prozent in der Gesamtbilanz.

Zum jetzigen Zeitpunkt ist noch keine Entscheidung gefallen, ob es eine Verlängerung der Elektro-Prämie geben wird. "Es gibt aus Sicht des Kraftfahrzeuggewerbes zwei Möglichkeiten: Entweder lässt man die Elektro-Prämie weiterlaufen und hofft, dass das Interesse weiter steigt, oder der Fördertopf wird für die Diesel-Hardwarenachrüstung umgewidmet. Angesichts der jüngsten, überwiegend positiven Dauertestergebnisse des ADAC von Nachrüstsatzprototypen wäre Letzteres nur logisch", so Michael Ziegler. Wenn die Prämie weiterlaufe, so dürfe ihr Betrag aber nicht steigen, da sonst der Wettbewerb mit den anderen Antriebsarten zu stark verzerrt werde.

Im Gegenteil solle man lieber an den Rahmenbedingungen feilen, Elektromobilität attraktiver zu machen und diejenigen unterstützen, die als Botschafter der E-Mobilität fungieren. Dazu gehörten auch finanzielle Zuwendungen an das Kfz-Gewerbe, "denn die Kfz-Betriebe haben investiert und müssen jetzt bereits für Hochvolt-Systeme ausgebildetes Personal und Ausrüstung zur Reparatur und Wartung bereitstellen, obwohl die Umsätze mit der E-Mobilität noch gering sind".

Letzte Änderung: 21.03.2019Webcode: 0123863