Interesse an E-Prämie um 24 Prozent gestiegen

[17.12.2018] Stuttgart. Um rund 24 Prozent auf 724 Anträge ist das Interesse an der Elektro-Prämie im November im Vergleich zum Vormonat in Baden-Württemberg gestiegen. "Richtig viele sind es aber noch immer nicht", sagte Michael Ziegler, Präsident des Verbands des Kraftfahrzeuggewerbes Baden-Württemberg. Die neue Länderstatistik des zuständigen Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) zeige aber "einen stabilen Kurs nach oben".

567 der Anträge entfielen auf reine Elektroautos und 155 auf Plug-in-Hybride sowie zwei auf Fahrzeuge mit Brennstoffzelle. Die Fördersumme für den Südwesten habe im November insgesamt rund 2,8 Millionen Euro betragen. Davon entfielen 2,3 Millionen Euro auf reine Elektro-Fahrzeuge und die wasserstoffbetriebenen Wagen. Insgesamt seien seit dem Start der Umweltprämie 14.924 Anträge aus Baden-Württemberg beim BAFA eingegangen.

Das beliebteste Elektromodell sei bundesweit das Modell Zoe von Renault (9.741 Anträge) vor dem BMW i3 (7.651 Anträge). Das Nutzfahrzeug "Work" des Aachener Start-Ups Streetscooter schaffe es mit 6.864 Anträgen auf Platz vier hinter den elektrischen Smart-Zweisitzer-Modellen (6.968).

Die meisten Anträge auf die Umweltprämie seien bisher aus Nordrhein-Westfalen eingegangen (23.291), gefolgt von Bayern (16.703) und Baden-Württemberg (14.924). Die Fördersumme für Baden-Württemberg betrage aus dem mit 1,2 Milliarden Euro gefüllten Fördertopf rund 54 Millionen Euro. Ziegler sagte, so langsam müsse eine Entscheidung fallen, welchem Zweck die nicht genutzten Gelder zuflössen. Bundesweit seien noch fast 900 Millionen im Fördertopf und in sieben Monaten ende diese Förderung für die Elektromobilität. "Sinnvoll wäre es, die Mittel in einen Fördertopf für die Diesel-Hardwarenachrüstung zu stecken."

Letzte Änderung: 17.12.2018Webcode: 0122823