Kfz-Gewerbe ist für einen Elektro-Gipfel unverzichtbar

[13.11.2020] Stuttgart. „Das Kraftfahrzeuggewerbe muss bei einem Elektrogipfel auf alle Fälle dabei sein“, fordert Carsten Beuß, Hauptgeschäftsführer des Verbands des Kraftfahrzeuggewerbes Baden-Württemberg, in einer Mail an die VDA-Präsidentin Hildegard Müller. Diese hat laut einer dpa-Meldung einen „Ladenetz-Gipfel mit allen Playern“ gefordert und gesagt, es müssten „außer Bund, Ländern und Kommunen auch Gebäudewirtschaft, Mineralölfirmen, Parkhausbetreiber und Flughäfen teilnehmen.“

Carsten Beuß: „Das Kraftfahrzeuggewerbe in Deutschland und speziell in Baden-Württemberg ist in der Debatte um die Ladeinfrastruktur einer der wesentlichsten Player. Wir sind unverzichtbar, wenn ein solcher Gipfel wirklich etwas bringen soll: Erstens, weil unsere Autohäuser die Elektroautos überwiegend verkaufen. Zweitens, weil bei unseren Betrieben laufend neue Ladesäulen entstehen. Drittens, weil wir auch die Tankstellenunternehmer, also die Pächter und Eigentümer der Stationen, vertreten.“ Die Kfz-Betriebe seien kein Anhängsel der Industrie: „Wir müssen uns bei einem Ladesäulen-Gipfel auch einmal darüber unterhalten, welchen finanziellen Beitrag die Automobilindustrie für das von ihr so vehement geforderte Ladenetz aus eigener Tasche erbringen will. Bis jetzt haben wir häufig erlebt, dass die Kosten auf den Handel abgewälzt wurden. Und zwar so dilettantisch, dass unsere Betriebe nicht einmal die verfügbaren öffentlichen Fördermittel in Anspruch nehmen können.“

Das baden-württembergische Kfz-Gewerbe, das auch die Tankstellen vertrete, fordere von den deutschen Herstellern und den Importeuren „namhafte Zuschüsse zu den notwendigen Investitionen.“ Für das Gewerbe gehörten auch die Importeure zwingend mit an den Tisch: „Das derzeit meistverkaufte Elektroauto kommt schließlich aus Frankreich.“

Letzte Änderung: 13.11.2020Webcode: 0132129