Kräftiges Minus für gebrauchte Pkw im Juni

[01.08.2019] Stuttgart. Im baden-württembergischen Pkw-Markt gab es im Juni kräftige Bremsspuren für gebrauchte Pkw. Minus 11,6 Prozent auf 73.689 Besitzumschreibungen seien eine Einbuße von 9.679 Verkäufen. Michael Ziegler, Präsident des Verbands des Kraftfahrzeuggewerbes Baden-Württemberg, sprach von "einem regelrechten Knick in einem bisher positiv verlaufenen Autojahr 2019". Das schwache Kaufinteresse für Gebrauchtwagen habe "in dieser Dimension überrascht".

Den KBA-Länderzahlen zufolge seien Benziner und Diesel gleichermaßen vom Rückgang betroffen. Minus 12,1 Prozent für Benziner und 12,0 Prozent für Diesel entsprächen 48.297 (Vorjahr: 54.962) Benziner-Besitzumschreibungen und 23.926 (Vorjahr: 27.187) Diesel-Halterwechsel. "Schwarze Zahlen" meldeten Gebrauchtwagen mit alternativen Antrieben. 1.461 (Vorjahr: 1.207) derartige Pkw, darunter 141 (Vorjahr: 104) Elektro- und 756 (Vorjahr: 484) Hybrid-Pkw, seien umgeschrieben worden.

Eine andere positive Entwicklung - so zeigten es Zahlen der Deutschen Automobil Treuhand (DAT) - gebe es für den Automobilhandel in Deutschland aber auch. Die Vermarktung von Diesel-Gebrauchtwagen über andere Kanäle sei nämlich leicht angestiegen: 64,0 Prozent der Händler vermarkteten ihre Diesel‑Gebrauchtwagen über Auktionen, andere Händler oder weitere B2B-Kanäle. 42,0 Prozent der Händler bestätigten, sie würden häufiger von Händlern aus dem Ausland kontaktiert, die Diesel-Pkw abkauften.

Ziegler sagte abschließend, der "konjunkturelle Knick im Gebrauchtwagengeschäft im Juni" habe auch die Halbjahres-Bilanz betroffen. Das kumulative Plus von 1,5 Prozent vom Mai habe sich in ein Minus von 0,7 Prozent oder 485.349 (Vorjahr: 488.828) Halterwechseln gedreht. Diesel lägen mit 5,2 Prozent in der 6‑Monats-Bilanz im Minus, Benziner mit 0,7 Prozent im Plus.

Letzte Änderung: 01.08.2019Webcode: 0125531