Kräftiges Plus für die Elektro-Prämie in Baden-Württemberg im September

[09.10.2019] Stuttgart. Das Interesse an der finanziellen Unterstützung durch Staat und Hersteller beim Kauf von Elektro- und Plug-in-Hybrid-Fahrzeugen ist im September gestiegen. 1.048 (Vormonat: 755) Anträge beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) sind eine Steigerung um nahezu vierzig Prozent. Michael Ziegler, Präsident des Verbands des Kraftfahrzeuggewerbes Baden-Württemberg, sagte, diese Monatsbilanz könne aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass wichtige Impulse im Geschäft mit Elektro-Fahrzeugen frühestens im kommenden Jahr zu erwarten seien.

Ziegler erinnerte daran, dass der europäische Flottengrenzwert im kommenden Jahr 95 Gramm CO2 pro Kilometer betragen werde. Dies erfordere deutlich höhere Verkaufs- und Zulassungszahlen von E-Fahrzeugen. Die aktuelle finanzielle Unterstützung beim Kauf von E-Fahrzeugen habe im September in Baden-Württemberg für 639 Einheiten (Vormonat: 539) rund 2,6 Millionen Euro betragen. Der Kauf von 408 (Vormonat: 215) Hybrid-Fahrzeugen sei in Baden-Württemberg mit rund 1,2 Millionen Euro gefördert worden.

Mit Hinweis auf das Klimapaket der Bundesregierung sprach sich Ziegler für eine technologieoffene Förderung von Maßnahmen zur Reduzierung des CO2-Ausstoßes von Kraftfahrzeugen aus. Synthetische Kraftstoffe, auch E-Fuels genannt, sollten die gleiche Förderung erfahren wie die Elektromobilität. "Für uns sind die synthetischen Kraftstoffe als CO2-neutrale Technologie ein Faktor, dem bisher viel zu wenig Beachtung geschenkt wird", sagte er. Anreize zur stärkeren Verbreitung der lokal emissionsfreien Batteriefahrzeuge seien durchaus sinnvoll, aber keineswegs ein Königsweg. Auch die Pläne des Bundeswirtschaftsministeriums zur industriellen Herstellung klimaneutral erzeugten Wasserstoffs unterstütze das Kfz-Gewerbe, denn man könne für den Treibstoff wie bei den E-Fuels die bestehende Tankstelleninfrastruktur nutzen.

Letzte Änderung: 09.10.2019Webcode: 0126441