Kurz vor Verlängerung: E-Prämie in Baden-Württemberg stärker gefragt – Kfz-Gewerbe warnt vor einseitiger Fixierung auf E-Mobilität

[17.06.2019] Stuttgart. Im Mai hat die Inanspruchnahme der E-Prämie angezogen. Im Südwesten seien 1.099 (Vormonat: 862) Förderungen beim zuständigen Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) beantragt worden, so Michael Ziegler, Präsident des Verbands des Kraftfahrzeuggewerbes Baden-Württemberg. 790 (Vormonat: 664) Anträge seien für reine batteriebetriebene Fahrzeuge und 307 (Vormonat: 196) für Hybride gestellt worden.

Für Baden-Württemberg stünden kurz vor dem ursprünglich beschlossenen Ende der Unterstützung im Juni 2019 jetzt 20.331 Elektro-Prämien in der Bilanz. Dies entspreche einem Fördervolumen von 53,5 Millionen Euro, davon 20,8 Millionen für reine Stromer seit Juni 2016. "Nachdem sich die Bundesregierung für eine Verlängerung der Elektroförderung entschieden und die Geldmittel nicht in eine Förderung der Diesel-Hardware-Nachrüstung umgewidmet hat, sind die Betriebe des Kfz-Gewerbes nun gespannt, wie sich die Akzeptanz der Prämie bis zur neuerlichen Deadline am 31. Dezember 2020 entwickelt", so Michael Ziegler. "Wir warnen allerdings davor, die Elektromobilität zum alleinigen Heilsbringer hochzustilisieren. Es müssen technologische Alternativen in Betracht gezogen werden. Mit synthetischen Kraftstoffen könnten Benziner und Diesel beispielsweise CO₂-neutral betrieben werden."

Letzte Änderung: 17.06.2019Webcode: 0125003