Motorräder im Minus - Statistischer Effekt

[06.12.2017]  Stuttgart. In den ersten zehn Monaten des Jahres sind die Motorradzulassungen in Baden-Württemberg deutlich zurückgegangen. Das Minus von 13,7 Prozent sei dennoch kein Hinweis auf eine Krise, sagt Dr. Harry Brambach, Präsident des baden-württembergischen Kraftfahrzeuggewerbes. Es handle sich dabei lediglich um die Konsequenz eines statistischen Effekts aus dem Vorjahr, zudem bleibe der Markt für gebrauchte Motorräder stabil.

Im bisherigen Jahresverlauf seien nach Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamtes KBA im Südwesten 21.405 (Vorjahr: 24.814) motorisierte Zweiräder erstmals zugelassen worden. Im Oktober seien es 1.065 (Vorjahr: 1.315) Krafträder gewesen; ein Rückgang um 19 Prozent. Trotz dieser Zahlen hätte das Kaufinteresse am motorisierten Zweirad aber nicht nachgelassen. Brambach erinnerte an den Zulassungsboom des Vorjahres, der seine Ursache in der Einführung der Homologationsvorschriften zum 1. Januar 2017 hatte. Die bevorstehende Euro 4-Norm habe vor allem im zweiten Halbjahr 2016 zu vielen Tageszulassungen durch Händler geführt.

Im baden-württembergischen Markt für gebrauchte Motorräder gebe es eine positive Entwicklung. Im bisherigen Jahresverlauf hätten sich die Besitzumschreibungen um drei Prozent auf 67.708 (Vorjahr: 65.762) gesteigert. Im Oktober allein sei ein Plus von 7,5 Prozent auf 4.326 (Vorjahr: 4.025) Verkäufe bilanziert worden.

Bundesweit weise die Bilanz der motorisierten Zweiräder im Oktober 6.580 Neuzulassungen aus. Das seien 17,5 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Kumuliert in den ersten zehn Monaten schlügen nach der KBA-Statistik 135.760 Fahrzeuge zu Buche, 13,1 Prozent weniger als noch vor einem Jahr um diese Zeit. Im Gebrauchtwagen-Markt habe es im Oktober einen Zuwachs von 4,1 Prozent und in der Jahres-Zwischenbilanz ein Plus von 0,1 Prozent gegeben.

Letzte Änderung: 07.12.2017Webcode: 0117105