Neuwagen bleiben Mangelware

[22.08.2022] Stuttgart. Neuwagen bleiben weiterhin Mangelware. „Im Autohandel startet das zweite Halbjahr im Rückwärtsgang. Liefer- und Produktionsprobleme halten an, unsere Betriebe können die Kundennachfrage nicht in vollem Umfang bedienen“, sagte der Präsident des Baden-Württembergischen Kraftfahrzeuggewerbe Michael Ziegler mit Blick auf die aktuellen Zulassungszahlen des Kraftfahrtbundeamtes (KBA). In Baden-Württemberg habe es im Juli 28.396 Neuzulassungen gegeben. Dies sei ein Minus von 13,5 Prozent gegenüber dem bereits schwachen Vorjahresmonat (32.828). Der Vergleich mit der Vor-Corona-Zeit sei besonders dramatisch. Gegenüber Juli 2019 sei ein Rückgang um rund 35 Prozent (damals 43.569 Neuzulassungen) zu verbuchen. Das Zwischenergebnis für die ersten sieben Monate des Jahres habe sich gegenüber 2019 fast halbiert und liege mit 198.400 Neuzulassungen rund 45 Prozent unter dem Vorkrisenniveau (2019: 358.160).

Im Juli seien im Südwesten 9.015 (Vorjahr: 11.183, 2019: 25.546) Benziner und 5.829 (Vorjahr: 6.662, 2019: 13.809) Diesel erstmals zugelassen worden. Damit seien rund 17 Prozent weniger Verbrenner zugelassen als im Vorjahresmonat. Die Monatsstatistik weise zudem 4.501 (Vorjahr: 4.117, 2019: 881) batteriebetriebene Pkw (BEV) und 3.681 (Vorjahr: 5.461, 2019: 515) Plug-in-Hybride (PHEV) aus. Ferner habe es 4.925 (Vorjahr: 5.226, 2019: 2.620) Zulassungen von Hybrid- und von 256 (Vorjahr: 178, 2019: 195) Gas-Neuwagen gegeben.

„Neben der schwachen Monats- und Zwischenbilanz ist auch der Blick in die Zukunft nicht gerade rosig. Die Sorge vor exorbitant steigenden Energiekosten, hoher Inflation und einer möglichen Rezession mindern insbesondere die Kaufbereitschaft privater Kunden. Im Juli ist der Auftragseingang bereits um 32 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat zurückgegangen“, so Ziegler abschließend.

Letzte Änderung: 01.09.2022Webcode: 0136878