Neuwagenmarkt fest im Griff der Chipkrise

[17.12.2021] Stuttgart Der Halbleitermangel hat den Neuwagenmarkt im Südwesten fest im Griff. Ein Rückgang um 34,6 Prozent gegenüber dem bereits absatzschwachen Vorjahresmonat (43.416) auf 28.384 Verkäufe zeigt das Ausmaß der Krise. „Die Entwicklung der Pkw-Neuzulassungen war im November so dramatisch wie im Oktober,“ sagte Michael Ziegler, Präsident des Baden-Württembergischen Kraftfahrzeuggewerbes. Die Zulassungsstatistik des Kraftfahrtbundesamtes (KBA) weise 7.922 Benziner (Vorjahr: 15.498, 2019: 23.222) und 4.620 Diesel (Vorjahr: 10.474, 2019: 14.285) aus. Besonders gegenüber dem „automobilen Normaljahr 2019“ werde der Einbruch der Neuzulassungen von Verbrennern deutlich.

Rein batteriebetriebene Pkw (BEV) blieben mit plus 16,4 Prozent und 6.445 Verkäufen (Vorjahr: 5.535, 2019: 709) auf Wachstumskurs. Plug-in-Hybride (PHEV) seien nicht zuletzt durch die kontroversen Diskussionen und die Unsicherheit in Bezug auf die weitere Förderung „im roten Bereich“: 5.296 Zulassungen (Vorjahr: 6.031, 2019: 1.108) weise die KBA-Statistik für den Südwesten aus.

In der Zwischenbilanz für die ersten elf Monate des Jahres betrage das Minus zwölf Prozent. Dies seien 335.239 Verkäufe (Vorjahreszeitraum: 381.134, 2019: 479.347). Dem Autojahr 2021 könne man bereits jetzt den Stempel „das Jahr der großen Enttäuschungen“ aufdrücken, sagte Ziegler abschließend.

Letzte Änderung: 21.12.2021Webcode: 0135661