Neuwagenmarkt im Land bleibt auf Talfahrt

[24.05.2022] Stuttgart. Der Neuwagenmarkt in Baden-Württemberg ist auch im April auf Talfahrt geblieben. Nach einem Minus von fast 20 Prozent im „Automonat“ März rutschte das Monatsergebnis im April um 26,7 Prozent auf 25.246 (Vorjahr: 34.434) Pkw-Neuzulassungen ab. „Gegenüber dem Vorkrisenjahr 2019 beträgt der Rückgang sogar erschreckende 45,8 Prozent“, sagt der Präsident des Baden-Württembergischen Kraftfahrzeuggewerbes Michael Ziegler zu den aktuellen Zahlen des Kraftfahrtbundesamtes (KBA): „Der Absatz aller Antriebsarten steht im April auf Rot“.

Dies betreffe erstmals auch die rein batteriebetriebenen Pkw, die 16,7 Prozent auf 3.615 (Vorjahr: 4.340, 2019: 760) Verkäufe einbüßten. Plug-in-Hybride stünden im April mit 31,6 Prozent im Minus. Dies seien 3.193 (Vorjahr: 4.667, 2019: 550) Neuzulassungen. Verbrenner hätten 34,4 Prozent auf 13.224 (Vorjahr: 20.230, 2019: 42.940) Erstzulassungen eingebüßt. „Der Ernst der Lage für den Automobilhandel wird dadurch unterstrichen, dass nun selbst bei Elektroautos die Neuzulassungen zurückgehen“, sagte Ziegler.

Das Jahreszwischenergebnis liege mit 12,6 Prozent erstmals in diesem Jahr zweistellig im Minus. Dies seien 112.853 (Vorjahr: 129.067, 2019: 174.960) Pkw Neuzulassungen in einem Autojahr, in dem die Hoffnung auf eine konjunkturelle Besserung immer stärker schwinde. Abschließend verwies Ziegler darauf, dass nach Angaben des Verbands der Automobilindustrie (VDA) der Auftragseingang im April zurückgegangen und um 22 Prozent unter dem Vorjahresmonat gelegen habe. Die ersten vier Monate des Jahres 2022 seien allerdings noch über dem Vergleichszeitraum des schwachen Jahres 2021.

Letzte Änderung: 24.05.2022Webcode: 0136411