Pkw-Markt wächst im Juli zweistellig

[22.08.2018] 

Stuttgart. Der baden-württembergische Pkw-Markt ist im Juli zweistellig gewachsen. 45.962 (Vorjahr: 40.942) Pkw-Neuzulassungen seien eine „starke Steigerung der Pkw-Neuzulassungen trotz der Diesel-Verluste", sagte Michael Ziegler, Präsident des Verbandes des Kraftfahrzeuggewerbes Baden-Württemberg, zu den aktuellen KBA-Länderzahlen.

Der Markt habe vor allem von Privatkäufen, gestärkt durch die Diesel-Tauschprämien, profitiert. Bundesweit rund 16 Prozent plus bei den Privatkunden entsprächen einem Anteil von 37 Prozent. Das seien statistisch für den Südwesten rund 17.000 Verkäufe an private Kunden. Der Diesel habe 5,2 Prozent verloren. Dies seien 15.491 Neuzulassungen. Die Juli-Bilanz weise zudem 27.359 (Vorjahr: 23.196) Benziner aus. 389 (Vorjahr: 281) Elektro-Pkw seien erstmals im baden-württembergischen Automarkt zugelassen worden. Kumulativ, von Januar bis Juli, liege der Pkw-Markt mit insgesamt 301.325 Neuzulassungen 5,4 Prozent im Jahresvergleich im Plus.

Ziegler sagte zur Lage der Automobilwirtschaft, die „vor uns liegenden Monate sind durch Lieferschwierigkeiten einiger Hersteller schwer einzuschätzen“. Der ab 1. September geltende neue Prüfstandard WLTP für neue Modelle könnte den Automobilhandel und die Hersteller auch das restliche Jahr über noch in Atem halten, zumal dann der Schub durch die Eintauschprämien fehlen werde. Der Verband rechnet für August sogar mit einem neuen Rekordzulassungsmonat, weil dann die Eigenzulassungen der Händler und Hersteller durch den Zulassungsstopp von Bestandsneuwagen ohne WLTP-Zertifizierung nochmals zulegen könnten. Dagegen würden im September die Zahlen aller Wahrscheinlichkeit nach wieder stark nachgeben.

Der Juli-Gebrauchtwagenmarkt im Südwesten zeigte sich den Worten von Michael Ziegler zufolge „leicht erholt“. 86.602 Besitzumschreibungen seien im Jahresvergleich ein Plus von 1,2 Prozent. Allerdings habe der Diesel auch bei gebrauchten Pkw 2,5 Prozent eingebüßt. Kumulativ liege der Gebrauchtwagenmarkt mit 1,3 Prozent minus unter dem Vorjahresniveau. Dies entspreche 575.430 Halterwechseln. Der Diesel-Rückgang betrage 3,6 Prozent auf 188.053 Besitzumschreibungen.

Letzte Änderung: 22.08.2018Webcode: 0121034