Pkw-Neuwagenmarkt: Autojahr 2018 mit nur formal positiver Bilanz

[24.01.2019] Stuttgart. Das Autojahr 2018 ist im Südwesten zahlenmäßig positiv abgeschlossen worden. Ein Plus von 1,5 Prozent auf 480.095 Neuzulassungen gegenüber dem Vorjahr sei "trotz vielfältiger Marktverwerfungen ein versöhnlicher Jahresabschluss", sagte Michael Ziegler, Präsident des Verbands des Kraftfahrzeuggewerbes Baden-Württemberg. Gegen den bundesweiten Trend sei der Pkw-Markt im Dezember leicht um 0,3 Prozent auf 33.803 Erstzulassungen gewachsen. Die Diesel-Talfahrt sei nach den aktuellen KBA-Länderzahlen deutlich gebremst worden. Im Dezember habe es einen Rückgang um 0,4 Prozent auf 12.174 Verkäufe gegeben.

Im Automobilhandel könne es dennoch keine zufriedenen Mienen geben, weil einerseits die Qualität der Geschäfte gelitten habe, andererseits die zu Jahresbeginn gestarteten ersten Fahrverbote in Stuttgart das "automobile Konsumklima erheblich belasten". Die Sondereinflüsse, beispielsweise die Lieferprobleme der Hersteller durch den neuen Zulassungsstandard WLTP, hätten das Kaufklima ebenso gestört.

Erfreulich sei das Wachstum um rund 28 Prozent im Segment der alternativen Antriebe im Dezember. Insgesamt 2.356 (Vorjahr: 1.842) derartige Pkw seien erstmals zugelassen worden. 654 (Vorjahr: 602) neue E-Pkw seien auf niedrigem Niveau ein kontinuierliches Wachstum. Die E-Quote lag im letzten Jahresmonat damit bei 1,9 Prozent.

Im Gegensatz zum gewerblichen Geschäft habe der Privatmarkt das Vorjahresergebnis überbieten können. Vor allem die ausgelobten Dieselprämien hätten die Nachfrage der Endverbraucher angekurbelt, einige von ihnen hätten jedoch dem Diesel den Rücken zugekehrt, sagte Ziegler. Der Zuwachs im Markt gehe auf das Konto des kräftigen Benziner-Plus von 6,6 Prozent auf 288.442 Neuzulassungen. Der Verkauf neuer Dieselmodelle habe um 11,4 Prozent auf 163.288 Fahrzeuge nachgegeben.

Letzte Änderung: 24.01.2019Webcode: 0123086