Pkw-Neuzulassungen in Baden-Württemberg brechen ein: Starker Rückgang bei Verbrennern, Zunahme bei E-Pkw

[11.11.2021] Stuttgart. Der im September insgesamt sehr schwache Neuwagenabsatz im Land war von hohen Verlusten bei Verbrennern und einer starken Zunahme von E-Pkw geprägt. Michael Ziegler, Präsident des Baden-Württembergischen Kraftfahrzeuggewerbes, sagte zu den aktuellen Zahlen des Kraftfahrtbundesamtes (KBA), die Nachfrageschwäche werde durch die von der Halbleiterkrise bedingten Lieferengpässe intensiviert. 27.057 Pkw-Neuzulassungen stellten einen Einbruch des Absatzes um 31,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr (39.296 Verkäufe) dar. Der Rückgang gegenüber dem Vorkrisenjahr 2019 mit damals 36.080 Zulassungen betrage 25 Prozent.

Der Blick auf die Segmente zeige, dass Diesel und Benziner besonders von der Krise betroffen seien. 8.643 (Vorjahr: 16.486, 2019: 19.833) Benziner und 4.339 (Vorjahr: 10.503, 2019: 11.657) Diesel weise die Monatsstatistik aus. Demgegenüber entwickelte sich der Absatz von Fahrzeugen mit elektrischen Antrieben im schwachen Gesamtmarkt erfreulich positiv. Der Anteil der Elektrofahrzeuge (BEV und PHEV) an den Neuzulassungen habe im September 35,4 (Vorjahr: 18,7) Prozent erreicht. 

Dies entspreche 5.343 (Vorjahr: 3.583, 2019: 1.059) rein batteriebetriebenen Pkw (BEV) und 4.232 (Vorjahr: 3.778, 2019: 594) Plug-in-Hybriden (PHEV). Erneut hätten die „Stromer“ damit besser als Diesel-Pkw abgeschnitten. Insgesamt habe es im Segment der alternativen Antriebe 14.070 (Vorjahr: 12.307, 2019: 4.588) Neuzulassungen gegeben.

Nach der Markterholung im ersten Halbjahr 2021, sagte Ziegler, seien die Neuwagen-Verkäufe nun „in schwerer See“. Man steuere in den nächsten Monaten auf einen deutlich rückläufigen Markt zu. Die Neun-Monatsbilanz weise einen Rückgang von 5,3 Prozent auf 279.647 Pkw-Neuzulassungen aus. Die Auftragseingänge seien zudem inzwischen ebenfalls deutlich im Minus.

Letzte Änderung: 21.12.2021Webcode: 0135353