Schwacher Jahresendspurt für gebrauchte Pkw in Baden-Württemberg

[02.01.2020] Stuttgart. Der Endspurt im Autojahr 2019 für gebrauchte Pkw ist im Vergleich zu den Pkw-Neuzulassungen ohne Dynamik. Minus 3,4 Prozent im November auf 79.971 (Vorjahr: 82.793) Besitzumschreibungen lassen "einen roten Jahresabschluss erwarten". Noch kurz nach der Jahresmitte schien sich der Gebrauchtwagenmarkt gefangen zu haben. Michael Ziegler, Präsident des Verbands des Kraftfahrzeuggewerbes Baden-Württemberg, kommentierte die aktuellen KBA-Länderstatistiken mit den Worten: "Das Kaufinteresse im Autojahr 2019 geht Richtung Neuwagen."

Laut KBA-Länderstatistik haben beide vorherrschenden Antriebsarten im November "rote Zahlen geschrieben". 54.365 (Vorjahr: 57.165) Benziner und 23.883 (Vorjahr: 24.022) Diesel hätten den Besitzer gewechselt. Auffällig ist nach Zieglers Worten das kleine Minus von 0,6 Prozent beim Diesel. Hier habe das Kraftfahrzeuggewerbe einen größeren Rückgang erwartet. Hinzu kämen in der November-Bilanz 1.714 (Vorjahr: 1.599) Gebrauchte mit alternativen Antrieben. "Wenn sich jetzt noch die Politik dazu durchringen könnte, die Diesel-Hardware-Nachrüstung nicht nur für die 14 so genannten Intensivstädte zu ermöglichen, sondern bundesweit ohne Ausnahme, würde das dem Gebrauchtwagenmarkt eine stimulierende Injektion verabreichen", so Präsident Ziegler. "Gewinnen würden Umwelt, Verbraucher, Anbieter der Nachrüstsätze und Kfz-Betriebe gleichermaßen."

Bisheriger Jahresverlauf mit leichtem Minus

Die bisherige Jahresbilanz für die Pkw-Besitzumschreibungen weise im Übrigen einen Rückgang um 0,4 Prozent auf 903.300 Halterwechsel aus. Der Jahresabschluss im Dezember lasse "keine großen Sprünge erwarten", befürchtet Michael Ziegler. Die Branche gehe im Südwesten von einem Jahresergebnis auf dem Niveau des Jahres 2018 aus. Dies wären rund 970.000 Pkw-Besitzumschreibungen.

Letzte Änderung: 02.01.2020Webcode: 0127721