Starker Dämpfer für Elektroprämie

[27.05.2022] Stuttgart. Parallel zum Einbruch des Pkw-Absatzes in Baden-Württemberg ist auch das Interesse an der Elektroprämie deutlich zurückgegangen. „5.915 Innovationsprämien im April stellen ein Minus von 21,4 Prozent gegenüber dem Vormonat und einen Rückgang von 20,8 Prozent gegenüber April 2021 dar. Die allgemein instabile Lage zeigt sich auch in dieser Bilanz deutlich“, so der Präsident des Baden-Württembergischen Kraftfahrzeuggewerbes Michael Ziegler zur aktuellen Statistik des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA).

 

Im April habe es 3.189 (Vormonat: 4.384) Fördergelder für batteriebetriebene Fahrzeuge (BEV) und 2.725 (Vormonat: 3.142) Innovationsprämien für Plug-in-Hybride (PHEV) gegeben. Zudem weise die Monatsbilanz ein einziges wasserstoffangetriebenes Fahrzeug aus. Insgesamt seien 2022 bislang 191.966 (Vorjahr: 97.545) Fördergelder in den Südwesten gegangen. Im Ländervergleich sei dies ein Anteil von 15,7 (Vorjahr: 16,4) Prozent. „Inwieweit die fehlende Planungssicherheit ursächlich für das schwindende Interesse an der Förderung ist, können wir statistisch zwar nicht belegen. In Kundengesprächen wird die fehlende Klarheit in Sachen Förderung jedoch häufig bemängelt. Gegenüber der Politik haben wir eine verlässliche Förderung angemahnt, die auf dem Bestell- statt auf dem Zulassungsdatum beruht“, so Ziegler.

 

Ziegler verwies weiter darauf, dass in der Regel geförderte Fahrzeuge mindestens sechs Monate auf die Antragstellerin oder den Antragsteller in Deutschland zugelassen sein müssen. Bei Leasing erhöhe sich die Mindesthaltedauer bei einer Leasingdauer von 12 Monaten bis einschließlich 23 Monate auf 12 Monate und bei über 23 Monaten auf 24 Monate.

Letzte Änderung: 13.06.2022Webcode: 0136536