Trotz Corona: Run auf die erhöhte Elektro-Prämie in Baden-Württemberg

[09.04.2020] 

Stuttgart. Nahezu verdoppelt hat sich das Interesse für die neue Elektroprämie im März. 1.711 (Vormonat: 967) Anträge beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) zeigen die Wirkung des auf bis zu 6.000 Euro erhöhten Umweltbonus. „Das ist ein kleiner und vor allem ein unerwarteter Lichtblick in einer schweren Zeit für den Automobilhandel“, sagte Michael Ziegler, Präsident des Verbands des Kraftfahrzeuggewerbes Baden-Württemberg.

Seit Mitte Februar gebe es mehr Fördergeld, das je zu Hälfte vom Staat und von den Autoherstellern bereitgestellt wird. Ein E-Auto unter einem Listenpreis von 40.000 Euro werde mit 6.000 statt 4.000 Euro bezuschusst. Für Plug-in-Hybride in dieser Preisklasse würden 4.500 Euro statt 3.000 Euro gewährt. Für reine Elektroautos mit einem Listenpreis über 40.000 Euro liege der Umweltbonus bei 5.000 Euro, für Plug-in-Hybride dieser Preisklasse bei 3.750 Euro.

Im März seien im Automarkt des Südwestens 1.063 (Vormonat: 476) Prämien für reine batteriebetriebene Fahrzeuge und 647 (Vormonat: 491) für Plug-in-Hybride sowie ein wasserstoffbetriebenes Fahrzeug beantragt worden. „Das Interesse zeigt, dass es eine Möglichkeit geben muss, die Ausstellungsräume wieder zu öffnen, denn sicher wäre die Bilanz der E-Prämie mit Hilfe des stationären Handels noch besser gewesen“, sagte Ziegler. Eine der Voraussetzungen könne sein, nur eine bestimmte Anzahl von Kunden in die Verkaufsräume zu lassen. Pro 20 Quadratmeter maximal ein Kunde wäre für Autohäuser in der Regel kein Problem, zumal ein Autohaus im Normalfall kein hohes Kundenaufkommen aufweise. „Eine schnelle Lösung ist geboten, sonst sehen wir einer Insolvenz- und Arbeitslosenwelle entgegen“, mahnt Michael Ziegler.              

Letzte Änderung: 25.05.2020Webcode: 0129080