Überraschung: Gebrauchte Pkw im Südwesten auf Vorkrisen-Niveau

[03.05.2021] Stuttgart. Der baden-württembergische Gebrauchtwagenmarkt hat – zumindest in der Momentaufnahme – das Vorkrisen-Niveau erreicht. Völlig unerwartet bilanzierte der März 2021 mit 90.399 Besitzumschreibungen eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr um 47,7 und dem Jahr 2019 um 7,5 Prozent. Das Ergebnis für das erste Quartal 2021 blieb durch die hohen zweistelligen Einbußen in den ersten beiden Monaten mit 3,8 Prozent im Minus. Dies entspricht 211.769 Halterwechseln. Michael Ziegler, Präsident des Verbands des Kraftfahrzeuggewerbes Baden-Württemberg, sagte zu den aktuellen KBA-Länderzahlen, der Jahresvergleich 2020/2021 sei wie bei den Neuzulassungswerten ohne großen Aussagewert, denn im ersten Lockdown-Monat 2020 seien Autohäuser und auch Zulassungsstellen geschlossen gewesen. Der Vergleich der Jahre 2019 gegenüber 2021 indes lasse „etwas Auto-Frühling“ erkennen. Dieser Trend sei aber noch nicht stabil.

Der März 2021 habe 58.740 (Vorjahr: 41.114) Benziner und 27.767 (Vorjahr: 18.498) Diesel sowie 3.887 (Vorjahr: 1.603) Gebrauchte mit alternativen Antrieben ausgewiesen. Darunter seien 407 (Vorjahr: 245) reine batteriebetriebene Gebrauchtwagen und 635 (Vorjahr: 128) Plug-in-Hybride. Auch das Kaufinteresse für gasbetriebene Gebrauchte sei gestiegen. Die Monatsbilanz weise 660 (Vorjahr: 380) Umschreibungen aus.

Elektroautos mit höherem Wertverlust

Abschließend verwies Ziegler auf eine Untersuchung der DAT (Deutsche Automobil Treuhand). Demzufolge verlören Elektro-Gebrauchtwagen stärker an Wert als Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor. So habe beispielsweise im Dezember 2020 der Wert für dreijährige Benziner bei 56,6 Prozent des ehemaligen Neupreises gelegen, vergleichbare Diesel erzielten 52,5 Prozent. Batterieelektrische Pkw (BEV) seien auf 50,6 Prozent gekommen.

Letzte Änderung: 03.05.2021Webcode: 0134101