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Ehrenpräsident des baden-württembergischen Kfz-Gewerbes Dr. Harry Brambach verstorben

Stuttgart. Dr. Harry Brambach, Ehrenpräsident des baden-württembergischen Kraftfahrzeug- und Tankstellengewerbes, ist am 16. Juni im Alter von 80 Jahren überraschend verstorben. Der promovierte Betriebswirt galt als einer der einflussreichsten Persönlichkeiten der deutschen Kfz-Branche.

Brambach führte von 2008 bis 2018 als Präsident den Landesverband durch eine Zeit grundlegender Umbrüche. Bereits seit 1991 prägte der gebürtige Schwabe die Tarifpolitik des Kfz-Gewerbes. Als Vorsitzender der Tarifkommission ab 1996 verantwortete er mehrere Pilotabschlüsse, die bundesweite Ausstrahlung hatten. Er baute den Verband zu einem modernen Dienstleister für die rund 4.000 meist familiengeführten Autohäuser, Kfz-Werkstätten und Tankstellen im Land um. 

Brambach brachte umfangreiche Wirtschaftserfahrung in die Verbandsarbeit ein. Als langjähriger Finanzvorstand der Schwabengarage AG, der SG Holding AG und Mitglied der Geschäftsleitung der Emil Frey Gruppe Deutschland prägte er eine der führenden europäischen Autohandelsgruppen mit. Später leitete er als Geschäftsführer ein Autohaus in Heidelberg.

Über das Kfz-Gewerbe hinaus engagierte sich Brambach als Vizepräsident von Handwerk BW und der Landesvereinigung baden-württembergischer Arbeitgeberverbände (heute UBW). Auf Bundesebene war er Vorstandsmitglied und Schatzmeister des Zentralverbands Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK).

Darüber hinaus übernahm Brambach eine Vielzahl weiterer Ehrenämter in Wirtschaft und Gesellschaft. So wirkte er in führenden Funktionen in Aufsichtsräten von Finanzinstituten und war auch im Sport aktiv – als Präsident des Tennisclubs TEC Waldau führte er das Damenteam zur Deutschen Meisterschaft in der Tennis-Bundesliga.

Für sein vielfältiges Wirken erhielt er 2015 die Wirtschaftsmedaille Baden-Württembergs und 2020 das Bundesverdienstkreuz.