Verbandspräsident Michael Ziegler: „82.000 Beschäftigte in Baden-Württemberg liefern. Jeden Tag. Evolution statt Verordnung: Das ist der Maßstab, an dem wir die nächste Landesregierung messen werden.“
Stuttgart. Verdreifachung der Großinsolvenzen im Autohandel, ein Servicegeschäft am Höhepunkt und Neuwagenpreise, die an der Lebensrealität vieler Menschen vorbeigehen: Auf unserer Jahrespressekonferenz hat Verbandspräsident Michael Ziegler in einer geschlossenen Kausalkette nachgezeichnet, wie verfehlte Modellpolitik der Hersteller, sinkende Handelsmargen und steigende Investitionskosten die rund 3.700 Betriebe mit 82.000 Beschäftigten in Handel und Werkstatt unter wachsenden Druck setzen.
Aus dieser Analyse leitet unser Verband vier konkrete Forderungen an jede künftige Landesregierung ab: eine Förderstrategie für Elektromobilität, die über den Neuwagenkauf hinausreicht und den Gebrauchtwagenmarkt einschließt; die Anhebung der Meisterprämie auf mindestens 3.000 Euro; die Unterstützung für eine gesetzliche Absicherung des Datenzugangs für unabhängige Werkstätten; sowie den Einsatz für eine grundlegende Überarbeitung des geplanten EU-Verbrauchslabelings für Gebrauchtwagen.
Erstmals wurden in Deutschland weniger als die Hälfte aller Neuwagen mit reinem Verbrennungsmotor zugelassen, der Anteil fiel auf 41 Prozent. Gleichzeitig erreichten die rein elektrischen Neuzulassungen mit 545.000 Fahrzeugen ein Allzeithoch. Baden-Württemberg liegt dabei bundesweit vorn: Jeder fünfte Neuwagen im Land fährt bereits rein elektrisch. „Was auf die Branche zukommt, kommt in Baden-Württemberg früher an. Das ist Chance und Risiko zugleich“, so Ziegler. Doch der Durchschnittspreis eines Neuwagens liege bei knapp 45.000 Euro – während die Hälfte der Baden-Württemberger weniger als 35.000 Euro brutto im Jahr verdiene. Elektromobilität dürfe kein Neuwagen-Privileg bleiben.
Besonders alarmierend: das Servicegeschäft, bislang letzter stabiler Ertragspfeiler vieler Betriebe, hat laut Ziegler seinen Höhepunkt erreicht. „Was der Handel heute spürt, kommt in der Werkstatt morgen an.“ Gleichzeitig liegt die durchschnittliche Umsatzrendite der Betriebe bei knapp über einem Prozent.
Die vollständige Pressemitteilung sowie weitere Materialien finden Sie in unserer Pressemappe, die sie hier herunterladen können.
- 01_-_Pressemitteilung_-_Kfz-Gewerbe_Baden-Wuerttemberg_stellt_vier_Forderungen_an_die_neue_Landesregierung.pdf
- 02_-_Statement_Michael_Ziegler.pdf
- 03_-_Statement_Birgit_Leicht.pdf
- 04_-_Verbandspraesident_Michael_Ziegler.jpg
- 05_-_Pressesprecherin_Birgit_Leicht.jpg
- 06_-_Das_Autojahr_2025_Baden-Wuerttemberg.pdf
- 07_-_Besitzumschreibungen_Pkw_Ba-Wue_2025.pdf
- 08_-_Zulassungen_Pkw__Ba-Wue_2025.pdf
- 09_-_Zulassungen_Kfz__Ba-Wue_2025.pdf
- 10_-_Besitzumschreibungen_Kfz_Ba-Wue_2025.pdf
- 11_-_Zulassungen_Pkw_alternative_Antriebe_Ba-Wue_2025.pdf
- 12_-_Neu_abgeschlossene_Ausbildungsvertraege_2025-2024.pdf
- 13_-_Besitzumschreibungen_Pkw_alternative_Antriebe_Ba-Wue_2025.pdf